Erhalt der Army in der Nahe-Hunsrück-Region

Wir haben keinen Grund, uns klein zu machen“

Zum Thema drohender Truppenabzug der US-Army aus Rheinland-Pfalz hat in der Verbandsgemeindeverwaltung Baumholder ein kommunales Gespräch stattgefunden. Daran beteiligt waren der Bürgermeister der Verbandsgemeinde Baumholder, Bernd Alsfasser, der Vorsitzende der rheinland-pfälzischen SPD-Landtagsfraktion, Alexander Schweitzer, der Landtagsabgeordnete Hans Jürgen Noss und der Bundestagsabgeordnete Dr. Joe Weingarten. Zu dem Ergebnis des Gesprächs erklären sie:

Die politischen Vertreter der Region waren sich einig, dass ein Abzug – auch ein Teilabzug – der US-Army die Verbandsgemeinde Baumholder und Umgebung schwer treffen würde. Ein wichtiger Arbeit- und Auftraggeber ginge verloren. Die Region würde an Wirtschaftskraft verlieren.

Doch die Army ist mehr als nur ein Wirtschaftsfaktor: „Über die Jahrzehnte ist zwischen Deutschen und Amerikaner eine gelebte Freundschaft entstanden“, sagt Alsfasser. Dies gilt sowohl auf privater als auch auf offizieller Ebene. Er fände es mehr als schade, wenn diese Freundschaft durch die Entscheidung des amerikanischen Präsidenten Trump leiden würde: „Ich werde mich daher mit voller Kraft dafür einsetzen, dass die Truppen in Baumholder erhalten bleiben und bin daher für das Hilfsangebot von Schweitzer, Noss und Weingarten dankbar.“

In genau dieser Freundschaft sieht Schweitzer eine Chance, den Army-Standort Baumholder zu retten: „Wir wollen, dass die Streitkräfte vor Ort erhalten bleiben und sich weiter hier wohlfühlen.“ Akzeptanz und Sicherheit seien ein nicht zu unterschätzender Faktor, den Hunsrück und Westpfalz über Jahrzehnte der Army garantieren konnten.

Der Austausch mit den USA ist laut Schweitzer auch nicht abgebrochen: Er finde nach wie vor auf den verschiedenen Ebenen statt. Und gerade im Land hätten starke diplomatische Anstrengungen längst begonnen. Doch der Erfolg dieses Engagements werde durch den Eigenwillen des Präsidenten erschwert.

Um den Standort attraktiver zu machen, müsse vor Ort investiert werden, sagt Weingarten: „Die verschiedenen Verteidigungsminister – und Ministerinnen – der vergangenen Jahre haben die Investitionen vernachlässigt.“ Das Thema müsse nun angegangen werden: „Verteidigung hat die Nahe-Region, den Hunsrück und die Westpfalz in den vergangenen Jahrzehnten geprägt. Entsprechende Investitionen, etwa in die Ausstattung sowie in verschiedene Baumaßnahmen im Lager Aulenbach, sind daher nicht nur militärisch notwendig, sondern auch eine Infrastrukturmaßnahme.“

Wir haben keinen Grund, uns klein zu machen“, sagt Noss. Die Region sei ein zuverlässiger und attraktiver Partner der Army. Das gelte es nun, in den anstehenden Wochen und Monaten klar zu machen.

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