Dieselproblematik

Zur Dieselproblematik erklärt der SPD-Bundestagskandidat für den Wahlkreis Bad Kreuznach/ Birkenfeld, Dr. Joe Weingarten, anlässlich eines Besuche bei dem Tiefensteiner Opel-Autohaus Barth & Frey:

Diesel nicht verteufeln, ohne vernünftige Alternativen zu haben

SPD-Bundestagskandidat Joe Weingarten hat sich dagegen ausgesprochen, den Dieselantrieb für Pkw und Lkw zu “verteufeln”, ohne dass Klarheit über realistische Alternativen besteht. Die Gesundheit der Menschen in den Städten und Ballungsräumen dürfe nicht gegen die Sorgen von Millionen Fahrzeugbesitzern ausgespielt werden.

Bei einem Besuch des Autohauses Barth & Frey in Tiefenstein kritisierte Weingarten die Verunsicherung , die die Kampagne gegen den Diesel in die Bevölkerung getragen habe. “Gerade im Kreis Birkenfeld sind viele Menschen auf ein Auto angewiesen, um zu ihren Arbeitsplätzen zu kommen. Nicht wenige davon hätten sich trotz höherer Anschaffungskosten für Diesel-Fahrzeuge entschieden, weil sie von deren Langlebigkeit und Sparsamkeit überzeugt waren.

Weingarten nannte den offensichtlichen Betrug der Automobilhersteller bei den Abgaswerten eine “Sauerei”, die Konsequenzen in den Firmen und für die Firmen haben müsse: “Ich hoffe, dass die dafür Verantwortlichen streng bestraft werden.” Aber das Problem dürfe jetzt nicht auf die Kunden abgewälzt werde. “Die Autoindustrie darf sich jetzt nicht aus der Verantwortung stehlen. Die Firmen müssen den Schaden wieder gut machen, den sie ihren Kundinnen und Kunden zugefügt haben.” Ziel müsse sein, das, was durch technische Nachrüstungen bei den Dieselaggregaten an Abgas-Verbesserungen möglich sei, auch umzusetzen.” Bei älteren Diesel-Fahrzeugen der Kategorien Euro 1 bis Euro 4 müsse es finanzielle Kompensationen oder Rabatte beim Neukauf geben.

Weingarten sprach sich in diesem Zusammenhang strikt gegen Fahrverbote in Innenstädten aus: “ Das würde den Konflikt auf dem Rücken derjenigen austragen , die unbedingt auf den Zugang angewiesen sind: Pendler und viele kleine Handwerks- und Dienstleistungsfirmen.”

Weingarten weiter: “Wir müssen auch in der öffentlichen Diskussion die Alternativen bedenken.” Elektrofahrzeuge seien weder in ausreichendem Maß noch in der notwendigen Qualität vorhanden, um kurzfristig die Diesel-Antriebe zu ersetzen. “Weder verfügen wir über ausreichend Ladekapazitäten, noch über Batterien die ausreichen, um die langen Fahrstrecken in ländlichen Regionen zu überbrücken.” Zudem gebe es bei der Produktion und späteren Entsorgung der Batterien noch massive ungelöste Umweltprobleme.

Der SPD-Bundestagskandidat nannte es eine zentrale Aufgabe der Politik, gemeinsam mit den Automobilfirmen, den Händlern und den Beschäftigten nach Wegen zu sauberen Antrieben unterschiedlicher Art zu suchen: “Die Entwicklung in den nächsten Jahrzehnten liegt gleichzeitig bei Elektorautos, Wasserstoffantrieben und sauberen, abgasgereinigten Verberennungsmotoren.”

Weingarten weiter: “Die Automobilindustrie ist das Herzstück unseres Industriestandortes Deutschland und auch für unsere Region außerordentlich wichtig. Diese Kompetenz müssen wir dauerhaft erhalten.”

Pressemitteilung vom 05.08.2017

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