Aufnahme von Flüchtlingen aus Moria

Das reicht nicht!

Anlässlich der Ankündigung von Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU), 100 bis 150 unbegleitete minderjährige Flüchtlinge aus Moria aufnehmen zu wollen, erklärt der Bundestagsabgeordnete Dr. Joe Weingarten:

Es ist notwendig und ein klares Zeichen der Humanität, unbegleitete minderjährige Flüchtlinge aufzunehmen und aus den menschenunwürdigen Zuständen in und um das zerstörte Lager von Moria auf Lesbos zu befreien. Allerdings sind Umfang und Begleiterscheinungen der Ankündigung Seehofers unangemessen: Ich erwarte von den größten Ländern der EU, Deutschland und Frankreich, ein stärkeres Zeichen!

Viele deutsche Städte und Bundesländer wie Rheinland-Pfalz haben sich angeboten, Flüchtlinge aus den griechischen Lagern aufzunehmen. Ausreichende Kapazitäten für die Unterbringung mehrerer tausend Menschen sind in Deutschland vorhanden. Die willkürliche Festlegung Seehofers auf 100 bis 150 unbegleitete Minderjährige ist deswegen für mich nicht nachvollziehbar und löst zudem das Problem nicht. Das reicht nicht! Denn es geht um mehr als nur um ein symbolisches Zeichen. Es geht darum, Menschen in einer dramatischen Notsituation schnell zu helfen.

Es gibt außerdem keinen gerechten Weg, nun festzulegen, wer aus den lebensbedrohlichen Zuständen gerettet wird – und wer bleiben muss. Es bleibt eine humanitäre Aufgabe, die für Europa unwürdige Situation in Griechenland schnell aufzulösen. Deutschland kann und sollte 5.000 der bedrohten Menschen aufnehmen.“

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